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die Frage: Wie gestaltet man leserfreundlich?

Philippa Walz - Grafikdesign und Buchgestaltung

 

 

Wie gestaltet man leserfreundlich?

 

„Die Frage nach der Lesbarkeit trifft jeglichen Text, selbst der kürzeste – ein Wort – kann leserlich oder unleserlich gestaltet werden. Als Gestalterin interessiert mich dabei die Textgattung, im Überblick der Inhalt und der potenzielle Leser. Zudem strebe ich über die Lesbarkeit des Textes hinaus mit der Gestaltung einen möglichst adäquaten Ausdruck zum Inhalt an.

 

Handelt es sich um einen kurzen Text, wie z.B. auf einem Buchcover, stellt sich als erstes die Frage der Gewichtung: Soll eher der Autorenname oder der Titel dem Leser ins Auge springen? Geht es um einen komplexen Text steht das Erkennen von Strukturen und deren typografische Umsetzung im Vordergrund.

 

Meine Vorgehensweise ist im Grunde genommen trotz der unterschiedlichsten Anforderungen recht ähnlich. Zu Beginn steht immer die Suche nach der geeigneten Schrift, die ich für jedes Projekt neu und sehr individuell auswähle. Kommt es bei einem Titel oder einer Headline gar auf einzelne Buchstabenkombinationen an, um diesen lesbar aber auch interessant zu gestalten, so ist es bei längeren Texten eher das summarische Schriftbild. Dies ist ein recht aufwändiger Vorgang, bei dem Charakter der Schrift, Umfang der Schriftfamilie und die Kombination von Schrifttypen eine tragende Rolle spielt.

 

Im Entwurfsprozess hilft mir dabei nur der Vergleich. Immer probiere ich viele unterschiedliche Schriften aus, um den für mich stimmigen Grundklang zu finden. Kommt eine Schrift in die engere Wahl, so wird mit Ausdrucken in Originalgröße und -format weiter verglichen. Hier werden Schriftgrößen, Laufweiten, Zeilenabstände und Satzbreiten im Verhältnis zum Format verhandelt. Hier noch ein bisschen größer, da noch ein bisschen schmaler oder weiter. Farbe, Farbkontraste, Untergrund und Materialität werden natürlich ebenfalls in die Gestaltung miteinbezogen. Auch nach vielen Jahren Erfahrung eine diffizile Angelegenheit. Was am Bildschirm mit der Möglichkeit der endlosen Zoomstufen gut und leserlich erscheint muss es auf dem Papier noch lange nicht sein. Die feste Größe auf dem Blatt unterliegt dann doch eigenen Gesetzen und eine minimale Änderung der fünf genannten Hauptfaktoren – am Bildschirm kaum erkennbar – hat auf dem Papier schnell eine andere Wirkung und beeinflusst stark die Lesbarkeit und grafischen Ausdruck. Ein komplexes und labiles Gefüge, das immer wieder spannend bleibt.“

 

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