Termine

SWR Doku Festival

28.06.2017 bis 30.06.2017

Kategorie: Kultur/Festival,

Widerspenstig, witzig, hochbrisant: Das erste SWR Doku Festival präsentiert sein Programm: von preisgekrönten Produktionen bis hin zu Neuentdeckungen von jungen Talenten. Dazu werden die Kinosäle zusammen mit der Doku-Lounge im Haus der Katholischen Kirche durch Publikumsgespräche zu Orten der Begegnung. Regisseure, Produzenten, Redakteure, Studierende und Zuschauer treffen aufeinander. Den offiziellen Auftakt des Programms macht zur Festivalvorstellung die vielfach preisgekrönte Dokumentation "Krieg der Lügen - Curveball und der Irak-Krieg" von Matthias Bittner. Außerdem sind unter anderem folgende Filme im Rahmen des Festivals zu sehen:

 

"Raving Iran" "Raving Iran" von Susanne Regina Meures begleitet die beiden DJs Arash und Anoosh in Teherans Underground-Technoszene. Ohne Zukunftsaussichten und des ewigen Versteckspiels müde, planen sie unter gefährlichen Umständen einen letzten manischen Rave in der Wüste. Dann erreicht sie ein Anruf aus Zürich von der größten Techno-Party der Welt. Die Euphorie in der Schweiz verflüchtigt sich jedoch schnell, als ihnen der Ernst der Lage bewusst wird.

 

"Happy" Vater Dieter hat eine Frau in Thailand kennengelernt, die etwa so alt ist, wie seine Tochter. Was will er von einer thailändischen Frau, dreißig Jahre jünger als er selbst? Und was zur Hölle will sie von ihm? Die Situation ist wohl der Horror jeder Tochter - Filmemacherin Carolin Genreith macht aus ihr mit "Happy" einen schonungslosen, persönlichen und heiteren Dokumentarfilm.

 

"Eat That Question - Frank Zappa In His Own Words" "Eat That Question - Frank Zappa in His Own Words" von Thorsten Schütte blickt auf das Schaffen des Musikers, Filmemachers, Gesellschaftskritikers, Bandleaders, Entertainers und Gesamtkunstwerks Frank Zappa. Mit bislang verschollenen und vergessenen Film- und Ton-Dokumenten aus vier Kontinenten erzählt er von der Anziehungskraft und Wirkung des Künstlers und seines Werks.

 

"Democracy" Mit "Democracy - Im Rausch der Daten" eröffnet Regisseur David Bernet einen erstaunlichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene. Eine fesselnde und hochbrisante Geschichte über eine Handvoll Politiker, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen.

 

"Beuys" Beuys - der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er schon damals zu erklären, dass "Geld keine Ware sein darf". Doch mehr als das: Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Regisseur Andres Veiel und seine Editoren Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer zeichnen in ihrer klugen Collage "Beuys" mit oftmals bisher unerschlossenen Bild- und Tondokumenten das Bild eines Menschen und Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte.

 

"Genkingen - ein schwäbisches Volksmärchen" "In Genkingen schlagen seit Jahren die Türen im Wind". Mit diesem einen rätselhaften Satz erwähnt Werner Herzog das schwäbische Dorf: Jahre später dreht er mit Klaus Kinski "Fitzcarraldo" und wuchtet mit peruanischen Ureinwohnern im Dschungel ein Schiff über den Berg. Valentin Kemmner und Erol Papic verfolgen in "Genkingen - ein schwäbisches Volksmärchen" eine Mission: Sie wollen dem Film ein Denkmal setzen. Warum nicht mit den Ureinwohnern von Genkingen ein Schiff den örtlichen Skihang hinaufziehen?

 

"Verfluchte Liebe Deutscher Film" und "Offene Wunde Deutscher Film" Kennt nicht jeder Cineast hierzulande diese Sehnsucht nach deutschen Filmen, die aus der Reihe tanzen, die wild und sinnlich, die physisch sind? Von dieser Sehnsucht erzählen Dominik Grafs Dokumentationen "Verfluchte Liebe Deutscher Film" und "Offene Wunde Deutscher Film". Er fragt: Wo ist die Seite unserer Filmtradition geblieben, die in den 70er- und 80er-Jahren Werke zum Vorschein brachte, die ein anderes, abgründiges Deutschland zeigten? Warum entwickelt das Kino heute keinen Wagemut im Genre?

 

"Cahier Africain" Am Anfang stand ein schmales Schulheft. Seine karierten Seiten füllten sich mit den mutigen Zeugenaussagen von 300 zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was ihnen im Oktober 2002 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von kongolesischen Söldnern angetan worden war. Das Heft ist ihr selbst gefertigtes Beweisstück, um die an ihnen verübten Vergewaltigungen zur Anklage zu bringen. "Cahier Africain" von Heidi Specogna ist eine Langzeitbeobachtung und begleitet die Protagonistinnen Amzine, Fane und Arlette aus dem Dorf PK 12 seit 2008.

 

 

Das SWR Doku Festival findet im Sommer 2017 zum ersten Mal statt. Im Programm werden bemerkenswerte Dokus, Porträts, Reportagen, Essays und Transmediaprojekte gezeigt. Außerdem findet die Verleihung des "Deutschen Dokumentarfilmpreises" im Festivalrahmen statt, den der SWR gemeinsam mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und dem Haus des Dokumentarfilms vergibt. Gefördert wird das Festival durch das Haus des Dokumentarfilms Europäisches Medienforum Stuttgart e. V., die Landeshauptstadt Stuttgart, die LFK - Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg Anstalt des öffentlichen Rechts, die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH, die Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur, die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

 

www.swr-doku-festival.de

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