die Frage: Worin liegt das Potential des Immersion Lab Ludwigsburg begründet?

10.05.2019
Bild: Martin Kotyrba

„Das Immersion Lab Ludwigsburg soll das Potential der Studierenden und Alumni der Filmakademie Baden-Württemberg bündeln und gleichzeitig das Bedürfnis der regionalen Industrie nach Innovation bedienen. Zielgruppen sind nicht nur die ansässige Kreativwirtschaft, sondern auch traditionelle Unternehmen aus den Sektoren Automotive und Maschinenbau, deren Geschäftsmodelle sich in einer Phase der Transformation befinden. Die Vision für das Immersion Lab Ludwigsburg ist ein Ort, an dem Innovation, Ausgründungen, Forschung, Unternehmertum und Medienproduktion zum Motor der Zukunft fusionieren.

Kernstück des Gründerzentrums soll ein Produktionsstudio mit neuester Technologie für virtuelle und erweiterte Realität (VR, AR) darstellen. Die Grenze zwischen realen und virtuellen Inhalten verschwindet. Virtuelle Produktionsverfahren in Filmproduktionen stellen sicher, dass alle Gewerke (Bühnenbild, Kamera, Regie, Licht) direkt und in Echtzeit am Kreativprozess teilhaben können. Denn dieser wird aktuell oft durch zu lange Postproduktionsprozesse erschwert.
Die Filmakademie Baden-Württemberg mit ihrem Animationsinstitut an sich ist ein Alleinstellungsmerkmal für hochwertige Ausbildung und Produktion von Medieninhalten. Der Bereich Forschung und Entwicklung am Animationsinstitut der Filmakademie hat sich international etabliert. Entwicklungen werden direkt ins Curriculum integriert, um damit die Qualitätsansprüche der Ausbildung sicherzustellen. Wir sehen jedoch die Anwendungsmöglichkeiten aktueller und zukünftiger Medientechnologien sehr viel umfangreicher als nur im Film. Womit verbringen wir im autonomen Fahrzeug der Zukunft unsere Zeit? Mit speziell auf das Fahrverhalten angepassten Medien? Durch Konversation mit einem visuell anspruchsvoll aufbereiteten Assistenzsystem? Mit Gamification-Inhalten der aktuellen Umwelt? Auf all diese Fragen kann das Immersion Lab Antworten erarbeiten. Die angestrebte Innovationsleistung ist nicht nur technologischer, sondern auch inhaltlicher Natur. Es sollen Produktionsverfahren entwickelt, neue Inhalte erfunden und diese in den Schnittmengen zu etablierten Industrien in neue Geschäftsmodelle überführt werden. Kein anderes Bundesland verfügt über eine vergleichbare Filmhochschule mit angewandter Forschung. Es ist mit Sicherheit sinnvoll, dieses Potential in Zeiten des Umbruchs effektiv zu nutzen.“

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