„Chamäleon Spaces“ in Herrenberg

26.02.2021
Mit dem Konzept „Chamäleon Spaces“ haben Pauline Bonnke, Hjalmar Hiemann, Katja Gloggengiesser, Burak Aridag, Josef Büttgen und Nathan Kitch den Hackathon für sich entschieden. Unterstützt wurden sie dabei durch Coach Viktoria Heinzel von der HdM.

Vom 9. bis 12. Februar fanden sich lokale Gewerbetreibende und Studierende der Hochschule der Medien (HdM) zum virtuellen Hackathon zusammen. Ziel war es, gemeinsam kreative Ideen für die künftige Nutzung leerstehender Flächen zu entwickeln, um Herrenbergs Innenstadt attraktiver zu gestalten und so Einzelhandel, Gastronomie und andere Dienstleistende mittelfristig zu unterstützen. Der Hackathon fand im Rahmen des EU-Interreg-Projekts CINEMA (Creative Industries for New Urban Economies in the Danube Region) statt. Interreg ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union und unterstützt Kooperationen zwischen Regionen und Städten in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales. Im CINEMA Projekt erforschen die HdM und die WRS sowie 15 weitere Partner aus Europa, wie innerstädtische Leerstände mit Hilfe von Kreativschaffenden behoben werden können. Herrenberg ist in diesem Zusammenhang Pilotprojekt für die Region Stuttgart.

Am Hackathon beteiligten sich drei Teams mit jeweils fünf bis sechs Teilnehmenden. Zur Vorbereitung erhielten sie vorab Informationen zum Projekt, zum Ablauf der Veranstaltung, zur Stadtentwicklung sowie den aktuellen Herausforderungen des stationären Einzelhandels und der Gastronomie. Begleitet wurden die Teams jeweils von einem Projekt-Coach. Während der drei Veranstaltungstage erarbeiteten sie jeweils ein Konzept, das sie am letzten Tag einer siebenköpfigen Jury vorstellten. Diese ermittelte anhand von Kriterien wie Innovation, Nachhaltigkeit oder Umsetzbarkeit die Gewinner-Idee.

Das Rennen machte der Vorschlag „Chamäleon Spaces“ – ein flexibles Konzept, bei dem verschiedene Nut-zungsansätze im Wechsel zum Tragen kommen. Dabei sollen Ideen aus der Bürgerschaft und der regionalen Kunst- und Kulturszene für die Gestaltung der Flächen genutzt werden. Angebote aus Einzelhandel, Gastronomie und „New Work“ sollen mit Kunst und Kultur fusionieren. Voraussichtlich ab Sommer 2021 kann das Gewinnerteam das Konzept gemeinsam mit Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und HdM in Herrenberg umsetzen. Dann könnte dort beispielsweise ein Pop-up-Store mit Coworking-Café entstehen, der zum Ausstellungsort, zum Arbeitsraum für Kreative oder am Wochenende zur Bar werden kann. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass das Konzept zu einem bunteren Stadtbild beiträgt und mehr Menschen in die Innenstadt locken könnte.