News

die Frage: Wie bringt Ihr Denkmal der deutschen Freiheit und Einheit die Bürger in Bewegung?


Sebastian Letz, Partner und Kreativdirektor bei Milla & Partner

„Das Denkmal ehrt die mutigen Bürgerinnen und Bürger, die 1989 in friedlicher Revolution den Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglicht haben.

Es ist als begehbares kinetisches Objekt konzipiert, dessen Erscheinungsbild die Besucher durch Partizipation und Interaktion jeden Tag mitgestalten. Indem sie sich das Denkmal aktiv aneignen, wird es lebendig. Es lädt ein zur Kommunikation und zu einem gemeinsamen Handeln, das über die traditionelle Denkmalbetrachtung hinausgeht.

Freiheit und Einheit sind keine statischen Zustände. Sie müssen immer wieder neu definiert werden und erfordern ständiges Engagement. Diese Prozesshaftigkeit bildet die gedankliche Basis des Freiheits- und Einheitsdenkmals. Wie bei der friedlichen Revolution von 1989 müssen sich die Besucher verständigen und zu gemeinsamem Handeln entschließen, um etwas zu bewegen: Wenn sich auf einer Schalenhälfte mindestens 20 Personen mehr zusammenfinden als auf der anderen, beginnt sich die Schale langsam und sanft zu neigen. Neue Perspektiven öffnen sich. Der performative und veränderliche Charakter des Denkmals wird sichtbar und erlebbar. 

Die Konstruktion der Schale erfolgt über ein gewichtsoptimiertes Raumtragwerk aus Stahlbauteilen, wie man es vom Brückenbau kennt. Es erstreckt sich über eine Längs- und Querachse von 50 und 18 Metern. Die langsame Bewegung der Schale wird von den Besuchern ausgelöst. Ihr Gewicht bestimmt Maß und Geschwindigkeit der Neigung. Ein kombiniertes Feder- und Dämpfungssystem stellt dabei stets eine sanfte Bewegung sicher. 

Das Denkmal entsteht in der Mitte Berlins auf dem Schnittpunkt der historischen Achsen „Unter den Linden“ und „Museumsinsel-Lustgarten-Humboldtforum“, gegenüber dem Westportal des Schlosses. Errichtet wird es auf dem noch erhaltenen Sockel des Reiterstandbilds von Kaiser Wilhelm I. Die bewegliche Schale und ihre Zugänge werden als eigenständige, zeitgenössische architektonische Schicht auf den alten Sockel aufgesetzt. Dieses Prinzip der Schichtung erlaubt es, die unterschiedlichen Ebenen des alten und des neuen Denkmals miteinander zu verbinden, ohne die Differenzen zu verwischen. Die bewegte Geschichte des Ortes bleibt lesbar.“

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart auf Twitter

Das The Things Network Region Stuttgart trifft sich wieder am 15.12., 17 Uhr bis 19 Uhr, bei Shackspace Stuttgart,… https://t.co/BGcgmIpr0f · vor 1 Tag
Instrumente bei der #Fachkräftesuche! Austauschplattform zu Aspekten und Herausforderungen beim Thema #Fachkräfte.… https://t.co/4mfO4RmvYZ · vor 2 Tagen
Dein Weg zum erfolgreichen #Vorstellungsgespräch! 12.12, 18-20 Uhr, Weltcafé, Charlottenplatz 17, Stuttgart. Infove… https://t.co/H3mp7r8n0W · vor 4 Tagen