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die Frage: Welche Realitäten bilden Fotografien ab?

Kian Saemian, Vice President Future Technologies bei Mackevision Medien Design

„Seit jeher wird energisch darüber diskutiert, ob ausschließlich „Fotografien der Wirklichkeit“ eine bzw. die wahre Realität abbilden können. Daher mag manch einer schlussfolgern, dass nur ein Foto der physischen Realität – also die Realität, die wir ertasten können und mit der wir von der ersten Sekunde unseres Lebens an konfrontiert werden – in der Lage ist, eine Momentaufnahme von ihr einzufangen. Die Begründung: Sobald ein Objekt oder ein Raum physisch ertastbar ist und davon eine Fotografie erstellt wird, bildet die Fotografie eine Form der Realität ab. Die Kausalitätskette ist zumindest in dieser Variante sehr einfach gestrickt.

Wäre ein exaktes, digitales Abbild dieser Szene nicht genauso eine Form der Realität?

Mit Hilfe von CGI-Technologie kann die Realität digital abgebildet werden – und das ganz ohne Einsatz klassischer Fotokameras. Auch hier gibt es eine direkte Verbindung zur Wirklichkeit. Es ist demnach keine Fiktion. Vergleicht man die Fotografie mit der digitalen Variante ohne den Bezug zu einer realen Szene zu haben oder zu wissen, ob die Szene der physischen Realität entspricht, verschwimmen die Grenzen zwischen real und digital. Sowohl die klassische Fotografie als auch die digitale Version sind zweidimensional und somit nicht greifbar. Damit ist die Begründung von eben widerlegt.

Wenn man nicht wirklich weiß, ob die Abbildung auf der Fotografie bzw. der digitalen Variante wirklich existiert, spielt es dann immer noch eine Rolle zwischen beiden Kategorien zu unterscheiden?

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die digitale Bildbearbeitung einen Reifegrad erreicht hat, der es ermöglicht, reale wie auch fiktionale Szenarien perfekt nachzubilden oder zu manipulieren. Neue Möglichkeiten eröffnet dabei die Künstliche Intelligenz (KI) mit all ihren Subformen und Systemen. Die Manipulation von Fotografien wie auch digitale Bilder mit Hilfe von KI ist erschreckend und faszinierend zugleich. In dieser Gleichung existiert kein Artist mehr. Die handwerkliche und künstlerische Arbeit vollzieht eine virtuelle Maschine. Die Technologie ist weit darüber hinaus, „nur“ abstrakte Malereien zu imitieren. KI-Systeme heute erstellen und generieren die Bilder komplett eigenständig.

Wäre das Ergebnis somit nicht mit dem einer CGI-Variante gleichzusetzen?

Eines hat sich bis heute trotz CGI-Technologie und KI nicht verändert: Jedes Szenario, das digital erstellt werden soll, bedarf einer Referenz. Diese Referenz ist eine unermessliche Quelle der Inspiration und zumindest in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit noch unabdingbar.“

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